Die besessenen Knaben von Illfurth

Eine wahre Begebenheit der beiden besessenen Knaben Thiébaut und Joseph Burner in Illfurth (Elsass) und deren spektakuläre Befreiung im Jahre 1869.

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Beschreibung

„O mein Gott, ich glaube fest, dass es eine Hölle gibt, wo die Gottlosen Tag und Nacht in alle Ewigkeit gequält werden; dass die Hölle nach dem Ausdruck der Heiligen Schrift ein Ort der Qual ist, eine ewige Pein, ein unauslöschliches Feuer, ein Pfahl, der mit Feuer und Schwefel brennt, die äußerste Finsternis, wo Heulen und Zähneknirschen ist.“

Das Verhalten der beiden Buben war sonderbar: Vom 25. September 1865 an zeigten sich an den Knaben ganz abnorme Erscheinungen. Auf dem Rücken liegend drehten sie sich mit unheimlicher Schnelligkeit im Kreise herum, wie ein Kreisel. Dann fingen sie an, die Betten und andere Möbel mit wuchtiger Kraft und Ausdauer zu bearbeiten, was sie «dreschen» nannten, ohne dabei die geringste Müdigkeit zu verspüren, auch wenn das Dreschen noch so lange dauerte.
Darauf verfielen sie wieder in Krämpfe und Zuckungen, dann wieder in solche Niedergeschlagenheit, dass sie stundenlang ohne Bewegung, gleichsam leblos, dalagen.

Außerdem überfiel die Knaben nicht selten eine Art von Wolfshunger, den nichts zu stillen vermochte. Auch schwoll ihnen der Unterleib stark an und es kam den Kindern vor, als drehe sich etwas im Magen wie eine Kugel oder bewege sich wie ein lebendes Wesen, springend auf und ab. Die Beine hielten die Knaben oft wie biegsame Ruten zusammengewunden, und kein Mensch konnte sie auseinanderreißen.

Oftmals, wenn die Kinder auf ihren hölzernen Stühlen saßen, wurden die Stühle mitsamt ihnen durch eine unsichtbare Hand emporgehoben und dann wurden die Kinder in eine Ecke geschleudert, während die Stühle in eine andere Ecke flogen.
Ein andermal fühlten sie am ganzen Körper ein schmerzhaftes Prickeln und Stechen, und dann holten sie aus ihren Kleidern Unmengen von Federn und Seegras hervor, sodass der Boden damit ganz bedeckt wurde. Man mochte ihnen Hemd und Kleider noch so oft wechseln, immer wieder kamen die Federn und das Seegras zum Vorschein. Diese Federn, die auf so unerklärliche Weise ihren Körper bedeckten, waren so stinkend, dass man sie nicht aufbewahren konnte. Wenn man sie verbrannte, war keinerlei Asche zu sehen.

Es fragt sich vielleicht der Leser, was aus den zwei unglücklichen Kindern geworden ist. Beide sind im jugendlichen Alter gestorben. Thiébaut starb bereits zwei Jahre nach seiner Befreiung, nämlich am 3. April 1871, erst 16 Jahre alt. Sein Bruder fand Arbeit in Zillisheim und im Jahre 1882, im Alter von 25 Jahren. Der Herr Pfarrer Brey eilte gezielt herbei, um ihm die Sterbesakramente zu spenden. Dieser eifrige Seelenhirt, der beinahe 30 Jahre lang die Pfarrei Illfurth überaus segensreich verwaltete, starb im Rufe der Heiligkeit am 26. September 1895 im Alter von 68 Jahren.
Wie die Leute von Illfurth heute noch erzählen, hatte er, wie einst der heilige Pfarrer von Ars, zeitlebens von den Belästigungen der höllischen Geister, hauptsächlich in der Nacht, viel zu leiden. Mit Weihwasser machte er dann jedes Mal dem Spektakel ein Ende. Diesen Rat gab er auch den seltenen Besuchern, die es wagten, bei ihm die Nacht zu verbringen.

DIN-A4-Heft aus hochwertigem Farbdruck.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,160 kg
Maße 30 × 20,5 × 0,4 cm
Einband

Geheftete Ausgabe

Autor

Pfr. Paul Sutter

Verlag

Theresia Verlag

Seitenzahl

76

Auflage

1

Erscheinungsdatum

2007

Sprache

Deutsch

ISBN

9783038060628

Produktsicherheit

Herstellerinformationen

Theresia AG
Rütli 1
CH-6424 Lauerz

Verantwortliche Person in der EU

E-Mail: info@theresia.ch

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